Insektenkunde

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Als Steampunk bezeichnet man seit den 1980er-Jahren einen interessanten Retro-Look, der mit vielen technisch anmutenden Details aufwartet. Steampunk ist eine Sicht auf die Zukunft, wie sie in früheren Zeiten entstanden sein könnte. Dampf- und zahnradbetriebene Mechaniken sind dabei die Hauptelemente – und auch unsere Biene ist mit diesen ausgestattet. So sticht sie zielsicher in dieses Kunstgenre und versetzt Betrachter durch ihre filigrane Erscheinung in Erstaunen. Zugegeben, durch die zahlreichen detaillierten Innenschnitte ist dies keine Einsteigerarbeit.
Projektinformation

Biene im Steampunk-Design

Das hier verwendete mehrlagige Furnierpapier bietet trotz der hauchdünnen Beschaffenheit die nötige Stabilität, um die Laubsägearbeit aus dem vielseitigen Material zu verwirklichen. Natürlich erhalten Sie in der nachfolgenden Anleitung wertvolle Tipps zur erfolgreichen Realisierung dieses Projekts.

  1. Das Bienenmotiv wird aus MicroWOOD Furnierpapier gesägt. Dieses spezielle, mehrlagige Massivholzfurnier ist besonders stabil und vielseitig verwendbar. Das Projekt ist später somit optisch mit einem äußerst filigranen Scherenschnitt vergleichbar.
  2. Mit der Materialdicke von nur 0,4 bis 0,6 mm würde das MicroWOOD von den Sägezähnen der Dekupiersäge nach unten gezogen werden und eventuell einreißen. Daher muss das Furnierpapier vor dem Sägen auf eine Trägerplatte (z. B. 3-mm-Pappelsperrholz) gelegt und fixiert werden.
  3. Je nach dem, wie Sie die Vorlage aufbringen, sollten Sie die Fläche eventuell mit Blue Tape abkleben, um diese vor Kleberrückständen zu schützen. Das Blue Tape lässt sich später wieder rückstandsfrei abziehen.
  4. Auf selbstklebendes Vorlagenpapier kopierte Motive lassen sich besonders einfach positionieren, wenn Sie das Trägerpapier zunächst nur stückweise ablösen. Passt alles, wird das Trägerpapier komplett entfernt und die Vorlage aufgeklebt.
  5. Mit einem 2-mm-Bohrer werden die Sägeblattdurchführungen für die Innenschnitte gebohrt. Ein paar wenige Innenschnitte sind allerdings so fein, dass man diese maximal mit einem 1-mm-Bohrer ausführen kann.
  6. Gesägt wird hier mit einem möglichst feinen Sägeblatt ohne Gegenzahnung (z. B. Pégas Super Skip Nr. 2/0). Bei der Ausarbeitung der Innenschnitte müssen die benachbarten Flächen nacheinander gesägt werden.
  7. Ist der Körper der Biene fertig ausgearbeitet, werden die filigranen Flügel gesägt. Sägen Sie auch hier die nebeneinanderliegenden Bereiche möglichst nacheinander, um für mehr Stabilität zu sorgen.

Sie möchten weiterlesen? Die Anleitung sowie die Laubsägevorlage für die Biene im Steampunk-Design finden Sie in der Ausgabe 20 von FEINSCHNITTkreativ.

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